Ich liege am Strand. Die Sonne geht unter. Ein Feuer wird entfacht. Rhythmische Séga-Musik übertönt das Meeresrauschen. Die mauritischen Sklaven haben dazu früher stampfend ihren Frust weggetanzt, jetzt soll die Musik gestressten Spa-Gästen helfen, ihren Geist zu befreien. Die Rhythmen klingen aufbegehrend, teilweise sogar bedrohlich. Wüsste ich es nicht besser, würde ich denken, dass ich den mauritischen Göttern geopfert werden soll ...
Dabei wird doch hier ein Schönheitsritual zelebriert. Ich werde mit reinem Bio-Zuckerrohrsaft beträufelt, dessen Fruchtsäure meine Haut sanft exfolieren soll. Ich bete, dass das jetzt keine Gelsen anlockt. Doch meine Ängste sind zum Glück unbegründet. Richtig entspannen kann
ich mich dann bei der vierhändigen Synchronmassage, die aus der indischen Tradition kommt. Statt Massageöl wird hier Kokosnussbutter verwendet, die mit reinem ätherischem Frangipaniblütenöl parfümiert wurde. Die sanften Hände und die Musik haben etwas hypnotisch Einlullendes. Von wegen den Göttern geopfert. Ich bin eine Göttin!
Mauritische Wellnessgeheimnisse
Auf der fröhlichen Multikulti-Insel im Indischen Ozean leben die verschiedenen Volksgruppen und Völker friedlich zusammen. Sie alle brachten zahlreiche Pflanzen auf das Eiland mit, die nicht nur für kulinarische, sondern auch für medizinische und kosmetische Zwecke genutzt werden. Die Afrikanische Kartoffel etwa wird in der traditionellen
Heilkunde verwendet, um das Immunsystem zu stärken. In Kosmetika verarbeitet, schützt sie die Zellfunktionen der Haut. Aus den kleinen Kernen der Marula-Frucht wird ein Hautpflegeölgepresst, das stark antioxidativ wirkt. Frisch gepresster Zuckerrohrsaft enthält wertvolle Mineralien und Peptide. Beliebt sind auch Peelings mit getrockneten und gemahlenen Hibiskusblüten. Die lokale Pflanze Apana (Capparis erythrocarpus ) wird als erfrischender
Schönheitstee genossen.





Spas: 



