Das Gefühlchaos während der Wechseljahre ist am besten mit dem der Pubertät vergleichbar. Die Stimmung fährt Achterbahn von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Viele Frauen klagen auch unter Konzentrationsproblemen, Müdigkeit bis hin zu Depressionen.
Verantwortlich dafür sind zum Teil die Hormone. So können Hormonschwankungen während des Wechsels zu psychischen Veränderungen führen. Aber auch Stress, Krankheiten oder Erschöpfungszustände können den Hormonspiegel störend beeinflussen. Hinzu kommen Ängste vor Veränderungen in der Partnerschaft und dem Job, die Gewissheit keine Kinder mehr gebären zu können oder das Gefühl der Unattraktivität. Durch den Wechsel in einen anderen Lebensabschnitt, in Verbindung mit körperlichen und seelischen Beschwerden, kann diese Zeit viele Frauen aus der Bahn werfen.
Doch man ist dieser Entwicklung nicht gänzlich ausgeliefert. Hier ein paar Tipps, die Ihnen bei diesem neuen Lebensabschnitt helfen könnten:
- Kommunikation: Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner, Familie und Freunden über Ihre Beschwerden, Ängste und Sorgen. Bitten Sie rechtzeitig um Entlastung, wenn Sie sich überfordert fühlen. Vielleicht kennen Sie auch jemanden, der schon die Wechseljahre hinter sich hat, bei dem Sie sich Rat holen können oder suchen z.B. in Foren gezielt nach Gruppen, denen es ähnlich geht.
- Entspannung: Wie in fast jeder Lebenslage ist Entspannung das A und O. Gehen Sie stressigen Situationen von vornherein möglichst aus dem Weg. Stehen Sie trotzdem mal unter Strom, wirkt ein Spaziergang in der Natur oft wahre Wunder. Auch regelmäßige sportliche Betätigungen und Entspannungsmethoden (z.B. Autogenes Training, Yoga, Progressive Muskelentspannung usw.) bringen Körper und Seele ins Gleichgewicht.
- Hilfe aus der Natur: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Heilpflanzen für Ihre Beschwerden als unterstützend wirken können. Johanniskraut hilft zum Beispiel gegen depressive Verstimmungen, Baldrian oder Passionsblume beruhigen die Nerven. Auch Akupunktur kann Beschwerden lindern.
- Hilfe beim Experten: Leiden Sie sehr stark unter den psychischen Beschwerden, die mit dem Wechsel auftreten können, ist eine Psychotherapie empfehlenswert. Hier kann abgeklärt werden, welche Behandlungsmethode für Sie die richtige ist.








