Leben lang

Das Leben ist zu lang

Regisseur Alfi Seliger (Burgtheater-Star Markus Hering) hat zwar Woody Allens Brille, nicht aber dessen Erfolg. Um doch noch als Berühmtheit in die Geschichte des deutschen Films einzugehen, macht er einfach Schluss ... Wirklich großes Kino von Dani Levy für die ganze Mischpoche mit Veronica Ferres, Bully Herbig, Meret Becker u.v.a.

Starbesetzung

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Film-Kritik

  • Nebbich!
    Dass der Mensch “ein Denkmal der Schwäche, eine Beute des Augenblicks und ein Spiel des Zufalls ist“ wissen wir schon seit Aristoteles. Dany Levys egozentrischer Protagonist Alfi Seliger muss das erst am eigenen Leib erfahren. Seligers Kreuzweg durch die Abgründe der deutschen Film- und Fernsehwelt ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Totlachen.

    Prominente Mischpoche:
    Dazu kommt noch ein bunt zusammen gewürfeltes Ensemble aus Film-, TV- und Theaterschauspielern, die auf den ersten Blick genauso viel gemeinsam haben wie gefillte Fisch und Schweinsbraten mit Knödel. Aber gerade das macht den unwiderstehlichen Reiz dieses Films aus. Levys Film-Mischpoche ist ebenso meschugge, wie die absurd-komische Story. Brillant!

    Little Miss Sunshine:
    DIE Neu-Entdeckung in “Das Leben ist zu lang“: Hannah Levy, der Tochter des “Alles auf Zucker“-Regisseurs, die als nörgelndes Intellektuellenkind wirklich alle Lacher auf ihrer Seite hat.

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    Reden wir Tacheles: Alfi Seliger (Markus Hering) ist ein Versager. Seit seinem letzten und einzigen Kinoerfolg sind Jahre vergangen. Nun sitzt das selbst ernannte Genie auf Cocktailparties herum und nervt die wirklich erfolgreichen Kollegen aus dem Filmbiz. Katja Riemann, Otto Sander, Jasmin Tabatabai, Tom Schilling, Karoline Herfurth und vor allem Bully Herbig (alle als sie selbst in Gastrollen) können sich den Schmus nicht mehr anhören, denn Alfie Selinger redet Stuss: er will eine Komödie über die Mohammend-Kakrikaturen mit einem bizarren Drehbuch auf die große Leinwand bringen. "Mo-Ha-Ha" soll der verwegene Spaß heißen. Aber keiner beißt an.

    Aber dann hat Seliger doch unverschämtes Masel: Ausgerechnet das "derzeitige Eheweibchen" (neu und überraschend böse: Veronica Ferres) des Erfolgsproduzenten Boronowski entdeckt den gut versteckten Sexappeal in Seligers Unterhose und entbrennt auch noch leidenschaftlich für sein Drehbuch. Was dann passiert, ist wohl Schicksal: "Mo-Ha-Ha" soll produziert werden und zwar mit Bully Herbig in der Hauptrolle. Hollywoodstars (u.a. Gottfried John) bekunden Interesse an dem Projekt und auch die Damenwelt (Yvonne Catterfeld) findet an Seliger gefallen. Plötzlich reißt sich die ganze Film- und Fernsehwelt um den in Vergessenheit geratenen Verlierer.


    Dass an diesem magischen Comeback irgendetwas nicht ganz koscher ist, wittert sogar der selbstverliebte Seliger. Und tatsächlich. Der Blick hinter die Fassade seines kleinbürgerlichen Lebens bereitet dem kerngesunden Hypochonder Magenschmerzen: Seine Ehefrau Helena (Meret Becker) betrügt ihn, seine Kinder (darunter großartig: Hannah Levy, Tochter des Regisseurs Dani Levy) hassen ihn und seine Konten sind leer. Dann will Boronowski "Mo-Ha-Ha" auch noch an RTL verkaufen. Ehe sich's Selinger versieht befindet er sich mitten in einer waschechten Midlife Crisis. Nicht einmal sein durchgeknallter Seelenklempner Tabatabai (Udo Kier) kann hier helfen. Also beschließt Seliger dem Schlamassel ein Ende zu bereiten, denn sein Leben ist definitiv zu lang ...

     

     

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