Beim zweiten Anlauf muss alles stimmen. Lana del Rey wusste das und erfüllt nun alle Anforderungen, um als Star endgültig durchzustarten. Aber erzählen wir die (Erfolgs-)Story von vorn: Die 25-jährige Amerikanerin wird mit ihrem lasziv-melancholischen Song Video Games seit Wochen von europäischen Radiosendern im Powerplay gespielt, als „Star 2012" oder „neue Amy Winehouse" bejubelt. Monate zuvor schon geisterte ihr Name durchs Internet, Blogs überschlugen sich, ihr (selbst gedrehter) YouTube-Clip zu Video Games wurde millionenfach angeklickt. Und das alles, obwohl ihr Debütalbum Born To Die noch nicht einmal am Markt ist (voraussichtlich ab Ende Jänner) - die Musikbranche ist begeistert.
Gut geplant. Im Grunde aber ist die Tochter eines reichen Unternehmers aus Lake Placid ein alter Hase im Musikbiz. Schon mit 17 Jahren begann sie unter ihrem echten Namen Lizzy (von Elizabeth) Grant in kleinen Clubs in Brooklyn aufzutreten. Vor zwei Jahren veröffentlichte sie ihr eigentliches Debüt Lana del Rey aka Lizzy Grant, das nach nur drei Monaten auf Betreiben ihres Anwalts vom Markt genommen wurde. Sie zog nach London und puzzelte seither an ihrem Neustart inklusive Neo-Image.
Lana del Rey "Born To Die"
Und das kam dabei heraus: eine selbst ernannte „Gangsta Nancy Sinatra" mit neuem (viel diskutiertem) Lippenvolumen und langen trashigen Gel-Nägeln, die 60er-Girl-Pop mit dunklen Hip-Hop-Klängen genauso gekonnt kombiniert wie Trailerpark-Chic mit Alt-Hollywood-Look. Und wahnsinnig viel Erfolg damit hat.









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