Eins vorweg: Ja, die WIENERIN und das steirische Hotel Retter verbindet einiges. Das ist kein Geheimnis; das wird bereits klar, wenn man den Wellnessbereich oder auch nur das gebuchte Zimmer betritt und dort das Magazin Ihres Vertrauens als Lektüre aufliegt. Ich bin aber hingefahren ohne einen Gedanken an etwaige Kooperationen im Kopf. Dementsprechend entsteht dieser Text auch bar jeder Werbeabsicht. Sag ich nur, falls er Ihnen zu schwärmerisch vorkommt... Aber: Das Retter muss man einfach lieben. Es ist perfekt. Wer’s nicht glaubt, kann ja hinfahren.
Das Retter liegt in der Oststeiermark, in der Nähe von Hartberg. Von Wien aus braucht man ca. ein einhalb Stunden mit dem Auto und nicht viel länger mit dem Zug. Da die Familie Retter auch ein Bus- und Taxiunternehmen betreibt, ist Abholung vom Bahnhof unkompliziert organisierbar und ab zwei Nächten auch kostenlos.
Der Lage am Pöllauberg sagt man nach, ein alter Kraftplatz zu sein, entsprechend befindet sich auch die (nach Mariazell) zweitwichtigste Wallfahrtskirche der Steiermark in unmittelbarer Nähe. Definitiv einen Ausflug wert, jeder Kulturhistoriker wird vor Freude im Karree hüpfen ob der gotischen Erst-drei-dann-zwei-dann-doch-wieder-Dreischiffigkeit. Ein Unikum!
Im Retter selbst manifestiert sich der Kraftplatz jedoch viel simpler: Man schläft dort gut. Seitenweise verwunderte Gästebucheintragungen legen davon Zeugnis ab.
Wer das erste Mal ins Retter kommt, verirrt sich unweigerlich. Die vielen verbundenen Trakte des Hauses sind zwar gut beschriftet und mit Farbkodierung versehen - das hat mich (uncharmant wie ich bin) eher an das grüne und das rote Bettenhaus im AKH erinnert, die nur mit den entsprechenden Liften erreichbar sind...






Benvenuti!



