Die im Milieu von Soldaten, Arbeiterinnen, Schmugglern und Zigeunern angesiedelte Oper mit einer skandalösen Frauenfigur im Mittelpunkt brachte ganz neue soziale Schichten auf die Bühne. Zudem vertritt die Titelheldin offensiv eine sinnliche Position, die der damaligen bürgerlichen Moral widersprach.
Carmen verkörpert die Bereitschaft, menschliche Beziehungen nur auf einer Grundlage von Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und Freiheit einzugehen. Aufgrund dieser unkonventionellen Inhalte reagierte das Pariser Publikum auf die Uraufführung zunächst kühl. Der triumphale Welterfolg der Oper startete einige Monate später - nach Bizets Tod - in Wien. Aufgrund seiner überragenden musikalischen Qualität ist das Werk heute noch eine der weltweit am häufigsten gespielten Opern.









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