Muammar al-Gaddafi posiert als ein längst in seine eigene Welt entrückter Sonnenkönig, Irans Mahmoud Ahmadinejad erlaubt sich ein leises drohendes Lächeln, Heinz Fischer neigt den Kopf nachdenklich zur Seite und Barack Obama blickt ganz staatsmännisch in die Kamera, während Silvio Berlusconi seinen Mund zu einem süffisant anzüglichen Grinsen verzieht.
Im Auftrag des New Yorker schuf der Fotograf Platon Antoniou im September 2009, während der Hauptversammlung der Vereinten Nationen in New York, eine einzigartige Porträtreihe: In nur fünf Tagen fotografierte er in seinem improvisierten Studio im UNO-Gebäude am East River mehr als hundert Staats- und Regierungschefs.
Die fünfzig eindrucksvollsten Beispiele aus diesem Zyklus präsentiert WestLicht zum ersten Mal in Österreich. Gewählte Staatsoberhäupter finden sich dabei neben Diktatoren und Revolutionären. Platon vereint die so unterschiedlichen Charaktere dank eines sehr spezifischen und stringenten fotografischen Stils. Nahsichtig, frontal, in scharfer Auflösung versammelt er seine Protagonisten.
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