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Ganzheitliche Medizin: Homöopathie

31.08.2010 | 15:36 | Victoria Schubert (TypischIch)

Homöopathie – was ist das eigentlich? Was hinter dem Begriff steckt, wodurch sich Homöopathie von der Schulmedizin unterscheidet und warum bei dieser Theraphiemethode der gesamte Mensch und nicht nur seine Krankheitssymptome einbezogen werden, erfahren Sie hier.

Homöopathie ist eine Therapiemethode, die zum großen Bereich der Komplementärmedizin zählt. In Österreich darf sie nur von Ärzten ausgeübt werden - im Gegensatz zu Deutschland, wo dies auch Heilpraktiker dürfen. Oft nutzen jene Patienten homöopathische Behandlungen, die schulmedizinisch keinen Erfolg haben, austherapiert sind oder eine gewisse Vorgehensweise der Schulmedizin nicht möchten. Homöopathische Arzneien erhält man in der Apotheke, sie sind nur zum Teil rezeptpflichtig.

 

Unterschied zwischen Homöopathie und Schulmedizin
Homöopathie ist eine sogenannte Regulationstherapie. Das bedeutet, der Organismus wird über seine Selbstheilungskräfte angeregt, sich zu regulieren. Im Mittelpunkt der Behandlung steht der Mensch als gesamte Person. Es wird versucht, ihn in seiner Gesamtheit zu erfassen - mit all seinen Beschwerden und auffallenden Veränderungen. Andererseits wird die Totalität der Symptome zur Arzneifindung herangezogen. Dabei spricht man auch von Ganzheitsmedizin, dass heißt der gesamte Mensch in seiner Individualität und seiner Totalität wird betrachet.

 

Homöopathische Arzneimittel
Die homöopathische Arzneien sind Produkte aus der Natur. Verwendet werden Minerale, Salze, pflanzliche und tierische Arzneien, die in einem speziellen Verfahren hergestellt werden. Die Substanzen werden an gesunden Probanden geprüft und rufen bestimmte Symptome hervor. Bei einem Krankheitsfall mit ähnlichen Symptomen können diese dann durch die gleichen Arzneien gelindert werden. Die Arzneimittel werden also aufgrund der Ähnlichkeit ausgewählt, man spricht hier auch vom Ähnlichkeitsgesetz.

 

Potenz
Homöopathische Arzneien werden im Herstellungsprozess verdünnt, verschüttelt oder verrieben. Auf jedem homöopathischen Arzneifläschchen findet sich eine Angabe zur Potenz, etwa D6 oder C30 C200. Je höher die Potenz, desto stärker ist die Wirkung und desto seltener wird die Arznei verabreicht. Ab D30 oder C30 sollte die Einnahme nur unter Anleitung erfahrener Therapeuten erfolgen, damit es zu keinen unerwünschten Arzneireaktionen kommt.
Kritiker meinen, dass ab einer D18 keine Substanz mehr in der Arznei nachweisbar ist. Homöopathen argumentieren damit, dass beim Verreiben oder Verschütteln der Energiezustand der Substanz nachweisbar verändert und so die Information weitergetragen wird.

 


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