null

Gesundheitsmuffel

Inkompetenz bei Gesundheitsfragen führt zu mehr Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und häufigere Inanspruchnahme von Notfalldiensten. Werden Sie deswegen aktiv und tun Sie etwas für Ihre Gesundheit.

Mehr auf typischich.at

    Mehr im Web

    Mehr im Web

     

    Wenn es um die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung und der Aussichten auf ein längeres gesünderes Leben geht, kommt es auf das Wissen und dessen Umsetzung an. Denn meistens ist es Unwissen, Angst und Faulheit, die einen später die Gesundheit kosten können.

     

    Im Rahmen eines europäischen Projektes wurden deshalb in Österreich und sieben weiteren Staaten je 1.000 Personen zu ihrer Gesundheitskompetenz befragt. Dabei stellte sich heraus, dass bei etwas mehr als der Hälfte der österreichischen Bevölkerung eine mangelnde Gesundheitskompetenz vorherrscht. In der Steiermark findet sich die achtfache Rate an inadäquater Gesundheitskompetenz im Vergleich zu Vorarlberg. Je höher das Alter, desto geringer ist sie.

     

    "Wer eine höhere Gesundheitskompetenz aufweist, hat signifikant weniger Spitalsaufenthalte, Arztbesuche und Inanspruchnahme von Notfalldiensten", fasste der Wiener Gesundheitssoziologe Jürgen Pelikan vom Ludwig Boltzmann Institut für Gesundheitsförderung zusammen.

     

    Männer sind die größeren Gesundheitsmuffel

    Die Sorge um die eigene Gesundheit spielt beim männlichen Geschlecht immer noch eine untergeordnete Rolle. Es scheint fast so, als litten die meisten Männer vor allem an einer typisch männlichen Wartezimmer-Phobie. Die Fortschritte in der Gender-Forschung tragen dazu bei, dass gerade die frühe Vorsorge auch für den Mann immer mehr zum Thema wird. Auf der einen Seite spielten biologische Faktoren eine Rolle dabei, dass Männer und Frauen unterschiedlich krank werden.

     

    Andererseits spielt die Psyche und Erziehung eine große Rolle: Männern wird von klein auf beigebracht stark und tapfer zu sein, keine Schwächen zu zeigen. In den meisten Fällen sieht er gar nicht die Notwendigkeit einer Vorsorgeuntersuchung.

     

    Man kann also kurzum zusammenfassen: Frauen betreiben Vorsorgemedizin, Männer hingegen Reparaturmedizin. Männer betrachten ihren Körper vielfach immer noch als Maschine, die zu funktionieren hat. Erst wenn, wie zum Beispiel beim Auto, ein Teil kaputt geht, wird der Arzt aufgesucht. Reparieren ist aber immer die schlechtere Wahl, denn Prävention wäre in vielen Fällen möglich, damit gesundheitliche Probleme erst gar nicht auftreten.

     

    Deswegen hat eben vor allem bei Männern ein Umdenken stattzufinden, damit sie genauso wie Frauen ihre Gesundheit so lange wie möglich auskosten zu können.

     

     

    Kommentare



    Obst & Gemüse