Der Name Endometriose leitet sich vom lateinischen Wort Endometrium ab und bedeutet Gebärmutterschleimhaut. Bei betroffenen Frauen tritt ähnliches Gewebe auch an anderen Stellen des Körpers, nämlich an den weiblichen Geschlechtsorganen, an Eierstöcken, Gebärmutter, Eileiter, Scheibe, Blase, Harnleiter und Darm auf.
Bei Frauen zwischen 15 und 45 Jahren stellt Endometriose die zweithäufigste gutartige gynäkologische Erkrankung dar. Und ungefähr 15 Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter sind davon betroffen.
Wie entsteht Endometriose?
Endometriose entsteht, wenn sich Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln und sich dort wie Zellen der Gebärmutterschleimhaut verhalten.
Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen leidet an chronischen Schmerzen, die in unterschiedlichster Form auftreten können. Angefangen von krampfartigen Bauchschmerzen, migräneartigen Kopfschmerzen, Verstopfung, Durchfall, bis hin zu Rückenschmerzen und Nierenproblemen.
Ist die Blase befallen, so kann es zu Blut im Harn, vor allem während der Menstruation, kommen. In diesem Fall wird oftmals fälschlicherweise eine chronische Harnblasenentzündung diagnostiziert, weshalb die Patientinnen jahrelang (unnötig) mit Antibiotika behandelt werden.
Sobald die Endometrioseherde zu wuchern beginnen, treten Verwachsungen und Narbengewebe an Becken, Ei- und Harnleitern, Scheide, Harnblase und Enddarm auf. Die daraus resultierenden Schmerzen werden auch in diesem Fall häufig lediglich als Symptome der Regelblutung interpretiert, weshalb Endometriose oft erst sehr spät diagnostiziert wird.
Die Endometriose ist vor allem aufgrund der Folgeerscheinungen bei länger bestehenden, nicht behandelten Formen (Verwachsungen im Bereich der Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke) eine der häufigsten Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch, aber auch für spontane Fehlgeburten.
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