Der Stoff aus dem Träume gemacht werden. Dies lässt sich zweifelsohne über die aus Paraguay stammende Pflanze Stevia sagen, die uns von Zucker, Kalorien und Karies befreien soll und nun sogar von der EU zugelassen wurde.
Was dies genau bedeutet ist, dass wir schlemmen können ohne dick zu werden, Kinder keine Angst mehr vor Zahnärzte haben müssen, da Karies deutlich zurückgehen würde und es Diabetikern möglich sein könnte, ohne Probleme in Konditoreien jene Torten und Kuchen zu genießen, auf die sie gerade Lust haben und sich nicht wieder mit einer mittelprächtigen Alternative vertrösten müssen.
Natürlich ist Süßstoff nichts Neues. Allerdings handelt es sich bei Stevia um eine Pflanze und nicht um die chemische Herstellung eines Süßungsmittels. Dies scheint einer der ausschlaggebenden Gründe gewesen zu sein, weshalb die EU nun endlich ihre Erlaubnis für die Verwendung von Steviolglycosiden gegeben hat. Interessant auch, dass dieser Süßstoff in Japan bereits seit den 1970er Jahren erlaubt ist, wodurch die allen bekannte jung gebliebene, gesunde und schlanke japanische Bevölkerung nicht mehr nur durch ihrer Fisch- und Reis- Ernährung erklärt werden kann.
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Ein weiterer mehr oder weniger positiver Aspekt ist, dass die Pflanze, besser gesagt das daraus gewonnene Extrakt Stevioglycoside, 300mal süßer ist, als gewöhnlicher Zucker.
Der an der deutschen Universität Hohenheim lehrende Professor Udo Kienle beschäftigt sich bereits seit etwa 30 Jahren mit diesem Süßstoff, bezweifelt aber, dass sich damit viel Geld machen lässt:
Einer der Gründe resultiert daraus, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) das Extrakt nicht bedingungslos erlaubt hat, sondern nur bei bestimmten Produkten, Kaugummis - Limonaden - Marmeladen, verwendet werden darf. Dabei ist sogar der Einsatz limitiert, das heißt, dass der maximale Höchstwert bei 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Dadurch wird klar, dass sich der Zucker nicht komplett ersetzen lässt, wenn man nicht eine geschmackliche Veränderung in Kauf nehmen will. Und dies wird wohl kein Hersteller freiwillig tun. Bei Limonaden beispielsweise könnte man nur einen Teil der vom Konsumenten erwartete Süße mit Stevia-Extrakt ersetzen, damit auch Kinder sie noch trinken können. Wenn der Rest nicht mit Zucker oder chemischen Süßstoffen gesüßt wird, so ist ein deutlich schlechterer Geschmack das Ergebnis.









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