Faschingsdienstag, überall riecht es nach frisch herausgebackenen Krapfen, alle schlemmen und abends wird auch noch das ein oder andere Gläschen Sekt getrunken.
Doch ab Mitternacht ist der Spaß vorbei, denn ab diesem Zeitpunkt beginnt eigentlich die Fastenzeit.
Obwohl traditionell alle Christen 40 Tage lang auf Süßspeisen, Alkohol, Fleisch verzichten sollen, wird diese Zeitspanne heutzutage nur mehr selten eingehalten.
Beim Aschermittwoch, ebenso wie beim Karfreitag, handelt es sich jedoch um Tage, an denen auch die ein oder andere Person ohne religiösen Hintergedanken auf ein paar Dinge verzichtet.
Interessanterweise wird der Tag mit einem reichhaltigen, früher als "Arme-Leute-Essen" bekannten Heringsschmaus begonnen, da generell während der Fastenzeit nicht auf Fisch verzichtet werden muss.
Wenngleich dieses Gericht in gewissen Punkten einen Widerspruch darstellt, so hat es dennoch eine sinnvolle Seite:
Der saure Fisch entschlackt den Körper, was nach dem oftmals übermäßigen (Alkohol-) Genuss während der Faschingszeit nicht gerade negativ ist. Ein bisschen paradox wird das Ganze dann, wenn man zu dieser Speise auch zu Bier und Schnaps greifen darf, da nach altem Aberglauben Bier für gutes Gedeihen der Gerste sorgt und Schnaps angeblich Mücken vertreibt.
Deftiges Fasten?!
Die ursprüngliche Bedeutung des ehemals mageren Fischgerichts wird durch gastronomische Verfeinerungen und Abwandlungen immer mehr und mehr verdrängt.
Zudem kommen andere Fischarten wie Hummer, Krabben, Muscheln und anderes Meeresgetier auf die Speisekarten, und der traditionelle Heringsschmaus bzw. Matjessalat wird von der Tellerkante gestoßen.
Wenngleich das Gericht nicht ganz dem Sinn des Fastens und "Verzichtens" enstspricht, so sollte man doch die Tradition bewahren und ohne Bedenken zum Heringsschmaus greifen.
Wer sich selbst in der Küche versuchen will, kann hier ein hervorragendes Rezept von Matjetfilets mit Rahmerdäpfeln nachlesen und testen (siehe linke Box).









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