LastMinuteSyndrom

Last-Minute-Syndrom

Viele von uns leiden darunter, etwas daran ändern tun aber die wenigsten. Das ständige Aufschieben oder auf den letzten Drücker Dinge erledigen wird oft als Faulheit dargestellt - doch hinter dieser Faulheit steckt mehr. Wir verraten, wie Sie diese Gewohnheit ablegen können.

In erster Linie sind es langweilige, unter- oder überfordernde Aufgaben, die wir vor uns hinschieben. Es baut sich eine Abneigung gegen die Tätigkeit auf, die regelrecht zu einer inneren Blockade führen kann, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert. Das Phänomen der Aufschieberitis bezeichnen Psychologen mit dem Begriff Procrastination, welche sehr weit verbreitet ist. Denn wer ist schon ständig motiviert, für die Prüfung zu lernen, die Seminararbeit zu schreiben oder die Präsentation für den Chef zu machen?

 

Ursachen

Zunächst einmal wird oft mangelnde Organisationsfähigkeit, unpräzises Zeitmanagement und falsche Pioritätensetzung als Ursprung für solch ein Verhalten genannt. Schnell hört man sich selbst dann sagen: 'Das erledige ich morgen.' Doch auch morgen wird die Aufgabe genauso unattraktiv erscheinen wie heute, also wird sie wiederrum auf morgen verschoben - und das so lange, bis die Deadline bedrohend nahe kommt und man in völligen Stress gerät.

 

Durchsetzungsvermögen: Im Job

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Zwar nimmt man sich für das nächste Mal natürlich vor, die Aufgabe gezielt und konzentriert anzugehen, jedoch trickst man sich selbst dabei nur zu gerne aus. Es hat das letzte Mal auch geklappt, die Aufgabe auf den letzten Drücker zu erledigen, warum sollte es das nicht auch dieses Mal tun? Dadurch wird dieses Verhalten nur bestätigt und verstärkt, es wird also noch schwerer es zu vermeiden. Das Hirn lernt gleichzeitig, unter Hochdruck diese Arbeiten zu erledigen und wird zu einem Last-Minute-Gehirn trainiert. Und ehe man sich versieht hört man sich sagen: Unter Zeitdruck arbeite ich am effektivsten. Diese Aussage stimmt aber nicht wirklich, denn der Zeitdruck zwingt einen erst die Aufgabe zu erledigen und nicht zum besseren arbeiten. Deswegen denkt man fälschlicher Weise, dass einem Zeitdruck gut tut. Denn ohne Zeitdruck wird nichts erledigt und alles weiter aufgeschoben.

 

Auch steht oft hinter all dem Aufschieben die einfache Angst vor dem eigenen Versagen. Deswegen kann man sich auch nicht dazu motivieren, die Aufgaben einfach anzugehen und sofort zu erledigen. Ganz nach dem Motto: Lieber faul als inkompetent.

 

Weitere Ursachen wären:

  • Schlichte Unlust, weil die Sache einfach keinen Spaß macht
  • Mangelnde Motivation, weil der Sinn der Tätigkeit entweder nicht klar oder zu gering ist
  • Schlechte Organisation
  • Mangelnde Erfolgserlebnisse

 

So wird aus morgen heute

  • Machen Sie jeden Tag eine Liste von den Dingen, die Sie erledigen wollen. Vergessen Sie dabei nicht, auch angenehme Dinge einzuplanen.
  • Setzten Sie die Fähigkeit zum Aufschieben doch einmal zu etwas wirklich Nützlichem ein: Sie können zum Beispiel das Aufschieben selbst aufschieben.
  • Viele Menschen brauchen den Druck von außen, um eine Sache zu erledigen.
  • Wenn Sie sich zu etwas motivieren wollen, fangen Sie mit einem kleinen Schritt an. Überlegen Sie sich, was der allerkleinste Schritt ist, den Sie tun können und erledigen Sie diesen. Dann werden Sie merken, dass Sie ins Rollen gekommen sind und Lust darauf bekommen, die anderen Schritte auch noch zu erledigen.
  • Setzen Sie sich für den Anfang zwei realistische Arbeitseinheiten pro Tag. Die restliche Zeit ist arbeiten verboten! So können Sie Ihre Freizeit noch mehr genießen.
  • Natürlich ist es für die Motivation wichtig, seine Anstrengungen auch belohnt zu wissen.
  • Erledigen Sie das "Hindernis des Tages", die unangenehmste Tätigkeit zuerst. Dann kann Sie Ihnen nicht den ganzen Tag verderben.
  • Machen Sie sich klar, was Ihnen tatsächlich im Weg steht. Ist es wirklich das schöne Wetter oder die Angst zu Versagen?

 

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