Positive Psychologie

Positive Psychologie

Das neue Forschungsfeld positive Psychologie konzentriert sich nicht auf Defizite, sondern will dem Geheimnis des guten Lebens bei gesunden Menschen auf die Spur kommen.

Mehr auf typischich.at

    Mehr im Web

    Mehr im Web

     

    Die positive Psychologie hat sich zum Ziel gesetzt, eine Psychologie zu ergänzen, die sich seit ihrer Etablierung als Wissenschaft vor hundert Jahren fast ausschliesslich mit Störungen, Krankheiten und Fehlentwicklungen befasst hat. Diese neuen Ansätze zeigten, dass es in Sachen Lebensorientierung und -zufriedenheit kaum ausgeprägte Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt und dass diese Zufriedenheit über Dutzende von Ländern hinweg am stärksten mit den immer gleichen fünf Charakterstärken verbunden ist: nämlich mit Optimismus, Neugierde, Enthusiasmus, Bindungsfähigkeit und Humor.

     

    Info
    Die positive Psychologie unterscheidet nach ihrem Begründer Martin Seligman und in Anlehnung an die Philosophie 6 Tugenden, denen sie 24 Charakterstärken zuordnet:
    1. Weisheit und Wissen mit Kreativität, Neugier, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen und Weisheit.
    2. Mut mit Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität und Enthusiasmus.
    3. Menschlichkeit mit Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit und Sozialer Intelligenz.
    4. Gerechtigkeit mit Teamwork, Fairness und Führungsvermögen.
    5. Mässigung mit Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht und Selbstregulation.
    6. Transzendenz mit Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Spiritualität.

     

    Studien zeigen, Enthusiasmus geht überaus stark mit Arbeitszufriedenheit einher und mit einer Einstellung, die im Beruf eine Berufung sieht. Das Zusammenspiel von Charakterstärken und Arbeitszufriedenheit ist ein neues Forschungsfeld der positiven Psychologie, die sich seit rund zehn Jahren der Erforschung der guten Lebensführung bei gesunden Menschen widmet.

     

    In Bezug auf Arbeit und Beruf unterscheidet die positive Psychologie drei Orientierungen:

    • Man arbeitet, um Geld zu verdienen, das eigentliche Leben findet aber in der Freizeit statt.
    • Man arbeitet der Karriere willen, um irgendwan in eine bestimmte Position zu kommen.
    • Man empfindet seinen Beruf als Berufung, als eine Tätigkeit, die man um ihrer selbst willen ausübt.

    Sowohl die Arbeitszufriedenheit wie auch die Lebenszufriedenheit überhaupt sind sehr stark mit dieser dritten Art der Berufsorientierung verbunden.

     

    Viel Kaviar macht auch nicht glücklich - Will sagen, eine Fokussierung auf eine Sache, die den Anschein macht, Glück auszumachen, macht auch nicht wirklich zufireden. Das engagierte, tätige leben dagegen schon.

     

    Die positive Psychologie geht heute davon aus, dass viele Charakterstärken trainierbar sind, natürlich ist es nicht möglich eine Steigerung von einem Extrem ins andere kaum möglich, wie etwa aus Angst Mut zu machen. Hier geht es vielmehr darum, den vorhandenen Mut zu stärken.

     

    Kommentare


    Psychotests


    Umfrage

    Welchen Outdoor-Sport machen Sie am liebsten?