Midnight Paris

Midnight in Paris

Wenn Adrian Brody als Salvator Dalí surreales Zeug faselt, Carla Bruni durch das Rodin-Museum führt, Owen Wilson mit Hemingway diskutiert und Picasso Marion Cotillard malt, dann ist es soweit: Mitternacht. Aber wo sind wir hier eigentlich? In Paris, natürlich. Bei Woody Allen.

Info

Filmkritik

  • Stars im Multipack, eine traumhafte Kulisse, Drehbuch und Regie von Woody Allen reichen eigentlich schon aus um Millionen in die Kinos zu treiben.

    Über 40 Millionen US-Dollar hat Midnight in Paris in den USA bereits eingespielt und gilt als sein bester Film in 25 Jahren. Kritiker von New York Times bis Le Monde sind von dem Streifen hingerissen. Auch die österreichischen Filmjournalisten schwärmen. Wir leider nicht.

    So viel verklärte Romantik muss man erst einmal verdauen. Wahrscheinlich hat Carla Bruni Woody vor dem Dreh das freche Maul mit einem fetten fois gras- Brötchen gestopft. Wir vermissen Woodys teuflischen Biss schmerzlich.

Paris ist der Nabel der Welt, die Heimat der Avantgarde und das Mekka der Maler, Musiker, Schriftsteller und Cineasten. Kurz: Der perfekte Nährboden um Kunst zu schaffen, die für die Ewigkeit bestimmt sind. Der Amerikaner Gil Pender (Owen Wilson) fühlt sich hier am richtigen Ort, um endlich vom schnöden (aber gut verdienenden) Drehbuchautor zum international anerkanntem Romancier zu avancieren.

 

Gils Verlobte Inez (Rachel McAdams) hingegen hält nicht viel von brotloser Kunst. Gils Talent Stroh zu Gold, also leeres Papier in Drehbücher für megaerfolgreiche Blockbuster zu verwandeln, reicht ihr vollkommen. In Paris angekommen mutiert die hübsche Blondine in Begleitung ihrer begüterten Eltern zur Elite-Kampftouristin: Kein Fress- oder Shoppingtempel ist vor den Amis sicher und auch die Sehenswürdigkeiten werden im Laufschritt seelenlos abgeklappert. Auch der Charme von Museumsführerin (Carla Bruni) ist bei Inez reine Verschwendung.

 

Filmladen Filmverleih Midnight in Paris

 

Einsam aber glückstrunken flaniert Gil auf den Spuren seiner Idole Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald durch die Pariser Nacht. Die Luft vibriert. Und die Inspiration liegt buchstäblich auf der Straße. Jeder Pflasterstein erzählt hier eine Geschichte. Wie lebendig diese in Paris ist, erfährt Gil um Punkt Mitternacht: Ein alte Limousine fährt vor und entführt Gil in eine andere Welt ...

 

Der elegante Gastgeber auf dem Rücksitz ist niemand geringerer als F. Scott Fitzgerald höchstpersönlich und die magische Reise via Zeitmaschine geht direkt ins Paris der Roaring Twenties. Logischerweise geht die Party hier erst richtig ab, denn sie sind alle da: Ernest Hemingway, Cole Porter, Pablo Picasso samt Muse Adriana (Marion Cotillard), Gertrud Stein (Kathy Bates), Salvator Dalí (genial: Adrian Brody) und eigentlich alle, die Gil immer schon treffen wollte ...

 

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