Ich bin kein Star – holt mich hier raus!

DIE DSCHUNGEL-KOLUMNE (Tag 4): Wenn Georgina Fleur geprüft wird, Joey Heindle zu denken anfängt und Klaus Baumgart die Hosen runterlässt, ist ganz klar: Am vierten Tag im Dschungel ist alles fürn Arsch. Oder wie Joey, „the Brain“, es formulierte: "Es ist ein harter Job. Es ist nicht Pipalapo!"

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    Bringen wir die Highlights des vierten Tages im australischen Auffangbecken für fragwürdige Kreaturen mit einem Dschungelwitz auf den Punkt: Was kriegt man, wenn man Klaus Baumgart und Arno Funke miteinander kreuzt? Richtig, eine Arschbombe. 

    RTL / Stefan Menne

    Aber fangen wir von vorne an: Arno Funke, der die Bundesrepublik Deutschland einst als Bombenbastler und Kaufhauserpresser um rund zehn Millionen D-Mark schädigte, ist einer der wenigen im Camp, der sich kein holpriges Drehbuch für sein Comeback ausgedacht hat. Doch fad und farblos ist der 62-Jährige deshalb nicht. Im Gegenteil: Was er sagt, hat Hand und Fuß, nur manchmal scheint der vergangene Wahnsinn des es einst so schillernden Verbrechers hinter seinen dicken Brillengläsern aufzublitzen. Er ist der Frühaufsteher im Camp, liegt in der Dämmerung mit wachem Blick in seiner Hängematte, man kann ihn förmlich denken hören. "Ich hab dann immer so Ideen, ich kann nicht anders. Dann gehen da im Kopf so Türen auf und zu", erklärt er kryptisch und schweigt vielversprechend. Ist Funke etwa der erste Dschungelbewohner, der sein Comeback nicht in der seichten Welt der F-Prominenz feiern will, sondern in der Berliner Unterwelt?

    RTL / Stefan Menne

    Patrick Nuo: „An der Nordseeritze ..."

    Apropos seicht: Seit gestern wissen wir, dass Camp-Nachrücker Klaus Baumgart gerne auf dem Hoden der Tatsachen bleibt. Vielleicht ist er tatsächlich ein Freikörperkultur-Fetischist, vielleicht treibt ihn die Eifersucht nach Porno-Patricks Sexsuchtbeichte und der darauf folgenden Aufmerksamkeit an, denn der Klaus, der zieht sich aus. Statt verschämt wie manch anderer in einer Nanosekunde das Unterhöschen zu wechseln, stellt sich der Schlagerbarde mitten ins Camp, hält seinen Allerwertesten in die Kameras und tut dann so, als hätte er seine Hose verschlampt. Der Zuschauer kommt erneut nicht umhin, sich zu fragen: Welches Dschungelkraut hat der Ghostwriter von Baumgart bloß geraucht, als er sich diese Szene ausgedacht hat? Denn der Baumgart'sche Popogate ist nicht nur abstoßend für den Zuschauer, auch die Campinsassen sind angeekelt. „Jetzt zieh dir doch endlich wieder ein Höschen an! Wie oft willst du deine Kiste noch in die Kamera halten!", schreit Claudelle Deckert angewidert, und Patrick Nuo intoniert: „An der Nordseeritze ...". Doch die Show ist noch nicht vorüber, Klaus setzt einen drauf: Er bückt sich breitbeinig und zeigt der Welt, was sie nicht sehen will: seine Kronjuwelen, die verschämt unter der Sonne Australiens baumeln. Sogar die abgehärtete Olivia Jones zeigt sich schockiert: "Das war wie so'n Vorhang, der sich da öffnete!" Auftritt Klaus Baumgart Ende, kein Applaus.

    RTL / Stefan Menne

    Joey Heindle: "Ich kann die Matsche nicht mehr sehen. Diesen Scheiß-Einlauf!"

    Die größte Lacher erzielt am vierten Tag das putzige Camp-Küken Joey „the Brain" Heindle. Er darf als Teamchef antreten und ist ob dieser Verantwortung verbal noch überforderter als sonst. "Es ist ein harter Job. Es ist nicht Pipalapo!", erklärt er aufgeregt und macht sich tapfer ans Werk: Er holt das Lasso raus und spielt Krankenschwester, Ranger und Herbergspapa so leidenschaftlich wie einst als Kind Cowboy und Indianer. Warum er ein guter Teamchef ist? "Ich bin so, wie ich bin, weil ich so bin, wie ich bin", holpert sich Heindle durch seinen entgleisten Steckbrief, um sich gleich danach über das einseitige Essen im Camp zu beschweren. "Ich kann die Matsche nicht mehr sehen. Diesen Scheiß-Einlauf!", meckert der autistisch wirkende „Rainforrest Gump". Spiel, Satz, schweig, Joey!

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    Sonja Zietlow: „Ich darf dir deine nächste Station vorstellen: der Rattentunnel." Georgina Fleur: „Sind da Ratten drin?"

    Der Speiseplan im Dschungel bleibt wohl weiter unter dem Motto „Holiday on rice", solange Georgina Fleur in die Dschungelprüfungen gewählt wird. In ihrer dritten Prüfung, der „Hamsterhölle", zeigt das „Bachelor"-Luder erneut, was sie draufhat: nichts. Mit lauten Aaaah's und Oooh's jammert sie sich durch die fünf Aufgaben und glänzt mit Dummheit statt mit Durchhaltevermögen. Der schönste Dialog der dritten Dschungelprüfung: Sonja Zietlow: „Ich darf dir deine nächste Station vorstellen: der Rattentunnel." - Georgina: „Sind da Ratten drin?" - Sonja Zietlow: „Liegt nahe." Ach, Georgina, Kopfschuss, jetzt sofort! Und überhaupt: sich vor Ratten ekeln, aber mit dem "Bachelor" fummeln? Logik ist echt nicht ihre Stärke. Letztlich bricht sie nach viel Gestöhne die Prüfung ab. Warum? „Scheiße, ich kann es nicht, es stinkt." Alles klar. Georgina kehrt mit einem Bikini aus Hamster-Fellimitat und drei mageren Sternen ins Camp zurück - und ebenso mager fällt das Abendessen aus. Arme Fiona, sie muss mal wieder hungern und hat dann nix zum Kotzen!

    RTL / Stefan Menne

    Ansonsten nichts Neues im Osten. Silva Gonzales nervt die anderen weiterhin mit Selbstverliebtheit und Sonderschulverhalten, Claudelle Deckert jubelt darüber, dass sie endlich ein großes Geschäft verrichten kann, und Patrick Nuo ist nur in sich gekehrt in der Hängematte zu sehen. Vermutlich sehnt er sich nach seinen Lieben (Notebook, WLAN-Router, YouPorn). Und ja, Allegra Curtis ist auch noch im Dschungel, da schau her. Immerhin: Zur Dschungelprüfung am fünften Tag tritt neben Dauer-Prüfling Georgina auch Olivia Jones an. Wenigstens das verspricht, ganz großes Kino zu werden. Soll heißen: Pipalapo!

     

    Gewinner des Tages: Teamchef Joey Heindle. Dumm wie Brot, aber lustig!
    Verlierer des Tages: Dschungelprüfungs-Verweigerin Georgina Fleur.

     

    Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

     

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