Ich bin kein Star – holt mich hier raus!

DIE DSCHUNGEL-KOLUMNE (Tag 10): In der australischen Resteverwertung für abgelaufene Promikarrieren dreht sich am zehnten Tag alles um körperliche Kollateralschäden: Georgina, Allegra und Iris streiten sich um Bauch-Bein-Busen, Joey kollabiert in der Dschungelprüfung – und es fehlt noch immer an Action, obwohl das Camp-Brain beherzt animiert: „Let’s getty to rumble!“

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    Noch immer schwankt der Pegel im australischen Busch zwischen Langeweile, Lästerattacken und Leichenstarre. Wo sind bloß Indira Weis und Jay Khan, wenn man ihr inszeniertes Viertklässlerfummeln braucht? Der Zuschauer würde sich mittlerweile mit einer medienwirksamen „Amour pfui" zufrieden geben, doch die Sendung hat nachwievor die einschläfernde Wirkung von Valium und unsere australischen Buschwinddöschen tun leider nur das, was in ihren Kräften steht: also nichts.

    RTL / Stefan Menne

    Sonja Zietlow & Daniel Hartwich: "Die Tür ist links!" - Joey Heindle: "Wo ist denn hier links?"

    So wird der Zuschauer weiterhin arg geprüft - genau wie Joey Heindle. Allerdings dauert es, bis er das System durchschaut - und so stammelt sich durch das Wahlprozedere für die Dschungelprüfung. Wen soll er jetzt bloß wählen? Die Information, dass er zwischen sich selbst und Arno entscheiden muss, begreift er nicht auf Anhieb. "Wie, zwischen mir selbst?" fragt er verwirrt, nominiert sich selbst - und wundert sich, dass er es nun ist, der zur Dschungelprüfung antreten muss. "Ich, warum? Wo ich jetzt so schlapp bin!" Doch er fügt sich und tritt zur „Dschungelkloake" an - jener Prüfung, die Georgina in der zweiten Sendung abgelehnt und dafür null Sterne kassiert hatte. Wir erinnern uns: Es gilt, durch ein großes Abflussrohr in ein Kanalisationssystem zu krabbeln. In der modrigen Hauptkammer angekommen, strömt stinkendes Wasser in mächtigen Wellen von der Decke und beginnt, die Kloake zu füllen. Von hier aus muss man in sechs Abflussrohreingänge kriechen, in denen nicht nur die neun Sterne, sondern natürlich auch Unrat, Schleim und einheimische Tiere versteckt sind. Beherzt stürzt sich Joey in die Fluten und hat anfangs Orientierungsprobleme. Wo muss er bloß hin? Hilfe kommt von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. "Die Tür ist links!" Schön und gut, nur jetzt fragt Joey: "Äh ... wo ist denn hier links?" Dieses Spiel zieht sich in die Länge: "Wo ist denn die 2?" - "Die 2 ist neben der 1!" - "HIER?" "Nein, hinter dir!" Ja ja, Joeys Rechenkünste funktionieren halt anders: 1, 2, viel, pipalapo!

    RTL / Stefan Menne

    Joey Heindle: „Da waren dann Spinnen, so groß wie der Kochtopf!"

    Abgesehen von Orientierungsproblemen schlägt sich der Dschungel-Dolm aber gut: Er lässt sich nicht von Kröten oder Warenen irritieren, sondern spricht sie direkt an: "Der beißt mir einfach in den Finger! Such dir mal´n Freund, Alter!" Einzig das brackige Wasser und manch glitschige Röhre machen ihm zu schaffen. „Scheiße, wie soll ich den loskriegen, wenn alles vollgewichst und vollgekackt ist?" Egal, Joey sammelt beherzt sieben Sterne und steigt als Sieger aus der australischen Kanalisation. „Let's getty to rumble!" brüllt er stolz und verhunzt in typischem Heindle-Sprechdurchfall den legendären Schlachtruf „Let's get ready to rumble!", mit dem US-Entertainer und Ringsprecher Michael Buffer 400 Millionen gemacht hat. Doch das nimmt man ihm nicht übel, denn plötzlich geht dem verbalen Statisten die Luft aus. „Ich hab grad ein Kreislaufproblem!" Er strauchelt und schwankt, Sonja gerät in Sorge, Dr. Bob springt hinter einem Busch hervor: Da ist es endlich wieder, das ganz, ganz große Drama, auf das der schadenfrohe Zuschauer gewartet hat! Ach nein, doch nicht, Joey bekommt eine Portion Sauerstoff und hüpft fröhlich zurück ins Camp, wo er seinen Actionthriller beschreibt: „Da waren dann Spinnen, so groß wie der Kochtopf. Es war richtig actionmäßig, und Dr. Bob war richtig stolz auf mich!"

    RTL / Stefan Menne

    Iris Klein: "Sie isch nix Besseres wie mir! Sie benimmt sich wie 'ne Diva und läuft wie ein Bauer!"

    Ein Bauernlustspiel in drei Akten gibt es indes, als sich Georgina, Iris und Fiona über Schönheitsoperationen unterhalten. Der gewitzte Zuschauer reibt sich die Hände: Da braut sich was zusammen! Erster Akt, Auftritt der am Busen gepimpten Georgina: „Ich habe 100 Gramm drin! Ich hatte vorher ganz kleine Brüste und richtige Komplexe deswegen. Meine Mutter hat davon nichts gewusst, sondern es an Heiligabend gesehen." Olivia kommentiert: „Ja das passt ja, schön Weihnachten die Glocken zu läuten!" Das Stück läuft zäh an, jetzt sollte jemand meckern, sonst wird es fad, und siehe da: Auftritt Klappergerüst Fiona: „Man kann das doch nicht befürworten, mit 22 die Titten zu machen!" Moment, das war jetzt aber nicht wirklich scharf geschossen, geht das nicht eine Spur gemeiner? Endlich, Vorhang auf für den zweiten Akt und Auftritt der Hexe Iris: „Die Chirurgie isch ja middlerweile so subber. Guck mal, ich hab mir hier den Bauch absaugen lassen. Ich hatte einen Bauch wie Allegra ..." Spiel, Satz, Sieg - und die Spannung ist endlich an ihrem Höhepunkt! Doch da: Auftritt von Allegra, die voller Hollywut schreit: „Hör auf, so über meinen Bauch zu reden! Ich nehme das so persönlich! Warum bin ich immer dein Beispiel. Das ist die Hälfte Bauch, den ich vorher hatte. Aber ich lasse nichts absaugen. Du hast auch immer noch einen Bauch, obwohl du es abgesaugt hast. Wie kannst du mich da als Beispiel nehmen?" Pause. Im dritten Akt werden dann die Wogen geglättet wie Allegras Gesicht. Oder doch nicht? „Ich habe an meinem Körper nix machen lassen. Auch nicht im Gesicht. Nichts! Nicht geschnitten, geschnippelt oder gebotoxt oder abgesaugt!" Ach ja? Ausgerechnet Allegra Dingenskirchen, die nur eine Botox-Injektion davon entfernt, sich in Keith Richards zu verwandeln? Nun ja, das Schlusswort überlassen wir Iris: "Sie isch nix Besseres wie mir! Sie benimmt sich wie 'ne Diva und läuft wie ein Bauer!" Vorhang, Applaus, keine Zugabe.

    RTL / Stefan Menne

    Olivia Jones: "Fiona wiegt mittlerweile nur noch zwei Kilo. Da ist klar, dass das Hirn aussetzt."

    Ziemlich belanglos und damit unser Showdown von Tag 10 ist ein Zickenkrieg zwischen Fiona und Olivia. Fiona lästert beim Wechsel der Toilettentonne über Olivia: „Sie ist super, ich lieb sie und sie ist megalustig und alles - aber sie macht ja eigentlich nix. Die hat noch nie gekocht, die hat noch nie Feuer gemacht. Und dann reißt sie immer die Blätter ab für ihre Haare und wir haben keine für den Klodeckel!" Doch sieh einer an, die 3-Meter-Frau hockt im Gebüsch und hört jedes Wort. „Ich habe euch gesehen und gehört - ich habe ein bisschen gelauscht!" Erwischt, Fiona! Bevor die sich nun rechtfertigen kann, hat schon Olivia die Oberhand: „Gespült habe ich schon, auch Holz geholt. Hab ich alles schon gemacht. Und das nächste Mal sagste mir das besser ins Gesicht, mein Hase." Und zeigt sich später großzügig, als sie via Dschungeltelefon einräumt: "Fiona wiegt mittlerweile nur noch zwei Kilo. Da ist klar, dass das Hirn aussetzt."

     

    Apropos Hirn: Arno Funke hat das Campverlassen. Und mit ihm geht der einzige IQ im dreistelligen Bereich. TA!

     

    Gewinner des Tages: Joey Heindle, wer sonst? Sägt gekonnt an der Dschungelkrone der bisherigen Favoritin Olivia Jones.
    Verlierer des Tages: Iris Klein. Die Läster-Koalition, die sie mit Olvia Jones gebildet hat, ist einfach nur noch nervend.

     

    Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

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