Wiederholungstäter Castingshow

Letzte Ausfahrt: Castingshow

Sie sind süchtig nach Blitzlichtgewitter und schrecklich penetrant: So mancher F-Promi, der einst drei Minuten Raum in einer Castingshow einnahm, hangelt sich seither von einer TV-Pleite in die nächste.

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  • Sie können es einfach nicht lassen und schlittern von Castingshow zu Castingscham: Ablehnung, Gelächter und Spott sind ihr Alltag, doch für ein bisschen Aufmerksamkeit sind ihnen alle Mittel recht. Wir haben die grössten Castingshow-Wiederholungstäter – und ihre peinlichen Touren durch die TV-Landschaft.

Aktuelles Beispiel: Hungerhaken Fiona Erdmann (25), die im Jänner in der siebenten Staffel der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ Kamelpenis und Schafshoden futterte, um ihre Karriere zu pushen. Doch wer denkt, damit hätte sie sich die Blöße gegeben, der irrt sich. Schon vor sechs Jahren versuchte sie sich in der fünften Staffel von „Popstars“. Mit kläglichem Erfolg, sie schied so früh aus, dass ihre Platzierung nicht mal erfasst wurde. Ein Jahr später versuchte sie es bei „Germany’s next Topmodel“. Hier modelte sie sich zwar auf den vierten Platz, für die große Karriere spielte das jedoch keine Rolle. Die blieb ebenso aus wie jetzt nach dem Dschungel. Auch mit diesem Musikvideo wurde sie nicht erfolgreicher:

Apropos: Auch Busch-Bewohnerin Iris Klein (45), Mutter von Deutschlands berühmtester Blondine Daniela Katzenberger, ist süchtig nach Aufmerksamkeit. Weil sie jedoch weder singen, tanzen, modeln oder kopfstehen kann, sucht sie sich andere Formate: Den Beginn machte sie 2009 als Anhängsel ihrer Tochter in „Goodbye, Deutschland“ und „Auf und davon“, 2010 gab’s dann Iris’ Sternstunde: Sie zog in der zehnten Staffel in den RTL II-Container „Big Brother“ und saß da genauso deppert herum wie aktuell im Dschungel. Und weil die Dame ein Lokal hat, lag es nahe, dass sie sich 2012 bei „Die Küchenchefs“ zur Schau stellte. Ihr Mann Peter Klein tickt übrigens ähnlich: 2011 bewarb der sich bei „X-Factor“. Die Sucht nach medialer Aufmerksamkeit liegt also in der Familie.

 

Ich bin kein Star, holt mich hier raus

Diese Sucht gibt’s auch in Österreich. Das aktuellste Beispiel ist J.J.Jobbagy (36), der es 2012 in der dritten Staffel von "X-Factor" immerhin bis ins Juryhaus schaffte. Zuvor war das anderes: In den letzten Jahren nahm er an "Starmania", "Fame Academy" und "Popstars" teil, ohne Erfolg: er wurde immer nach Hause geschickt, bevor man ihn länger als drei Minuten über dem Bildschirm flimmern sah. Doch vielleicht geht er es auch falsch an: Ein Interview mit uns etwa wollte er nicht ohne Gegenleistung machen – wenn man bedenkt, dass die heimischen A-Stars das gerne tun, ist sein Karriereplan fraglich.

Doch bleiben wir in Wien und erinnern uns an Monika Ivkic (22). Die bewarb sich vor acht Jahren in der Castingshow „Popstars“, kam aber nicht weiter, weil sie damals erst 15 war. Ein Jahr später, endlich sweet sixteen und castingshow-volljährig, versuchte sie ihr Glück in der dritten Staffel von „Starmania“. Hier erreichte sie den 18. Platz, was letztlich wenig brachte. Doch Ivkic bewies einen langen Atem. 2008 schummelte sie sich zum Casting von „Deutschland sucht den Superstar“. Schummeln deshalb, weil es damals nicht erlaubt war, dass sich Österreicher oder Schweizer bewerben. Die ehrgeizige Wienerin meldete sich kurzerhand bei einer Tante in Deutschland an und durfte vorsingen. Erfolgreich: Sie schaffte es auf den vierten Platz. Doch als DSDS vorbei war, floppte ihr erstes Album und kein Hahn krähte mehr nach ihr. 2010 tauchte sie wieder in der Öffentlichkeit auf: Sie trat für Irland beim nationalen Vorentscheid für den Song Contest 2010 an – und belegte den dritten Platz. Hä? Genau.

 

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