WET
Regie: A. Blake
WORUM GEHT’S?
Ein Haufen williger Frauen plantscht angestrengt im Pool und spielt in einer antiken Villa an
sich rum. Irgendwann taucht ein gut durchbluteter Penis im Smoking auf, der voll und ganz den
operierten Brüsten in High Heels erliegt.
WER TREIBT’S MIT WEM?
Namenlose, schmuckbehängte Göttinnen vergnügen sich mit stylishem Sexspielzeug und ein
bisschen Sperma vom Smoking-Mann. In Szene gesetzt wurde der Film von Andrew Blake, der auch als „
Helmut Newton des erotischen Films“ bekannt ist. Ihn haben eine Armada von Visagisten,
Fitnesstrainern und Schönheitschirurgen unterstützt.
AUSZEICHNUNGEN: nicht bekannt.
FÜR WEN?
Für Schuhfetischistinnen und Frauen, die neben Innenarchitektur auch auf die des Körpers
stehen.
DAS SAGT DIE FEMPORNEXPERTIN:
Cool inszeniert! Die ästhetischen Bilder machen das überkandidelte Gehabe wieder wett. Ein
idealer Film für Paare, bei dem Männer ihren Voyeurismus ausleben können. Auch alle, die ein
bisschen mit Sado-Maso-Praktiken liebäugeln, kommen auf ihre Kosten.
WIENERIN-FAZIT:
Weibliches Fleisch – getuned und gewaxt – sprengt fast den Fernsehschirm. Die Akteurinnen
stehen und stöhnen zwar im Mittelpunkt, bleiben für den Zuseher am Ende aber trotzdem glatte
Objekte ohne Eigenschaften. Hier lebt eindeutig ein Mann seine Fantasien aus. Also: kein Porno
speziell für Frauen – außer Sie stehen auf überschminkte Nymphen, die wie bei einer
hängengebliebenen Schallplatte ständig „Fuck me“ hauchen. Fehlt nur noch die eingeblendete
0900er-Nummer.
Frauenpornos im Test
Die WIENERIN ging unter die Voyeure. Und liefert ein scharfes Fazit.








