FEELING IT
Regie: Petra Joy
WORUM GEHT’S?
Um weibliche Fantasien, die in sechs Kurzgeschichten verpackt sind und in zum Teil sehr
atmosphärischen Bildern gezeigt werden. Kunststück: Regisseurin Petra Joy, die erst kürzlich mit
dem feministischen Porno-Award PorYes ausgezeichnet wurde, ist eine ehemalige Dokumentarfi lmerin
und steht für Artcore statt Hardcore.
WER TREIBT’S MIT WEM?
Jeder mit jedem mit jeder: Elfenbeinfarbene Frauenhände gleiten über ein schwarzes Sixpack.
Tätowierte, großbusige Amazonen im Matrosenoutfit vergnügen sich mit androgynen Mädchen. Eine
feuchtfröhliche Partygesellschaft beschert sich viele Höhepunkte. Und der Engel Gabriel verwöhnt
eine glückliche Brünette auf einer Dachterrasse, während die Sonne zwischen ihren feuchten
Schenkeln untergeht.
AUSZEICHNUNG: Venus Award Berlin.
FÜR WEN?
Sinnliche Sirenen und ausdauernde Atmosphärikerinnen.
DAS SAGT DIE FEMPORNEXPERTIN:
Die deutsche Pornogräfin Petra Joy fängt Stimmungen ein – und das sehr feminin, langsam und
soft. Für einen Mann, aber auch für so manche Frau kann das schnell fad werden.
WIENERIN-FAZIT:
Die Regisseurin entdeckt das Pornoland aus der weiblichen Perspektive. Einige Ideen sind ganz
süß, andere einfach an den (Scham-)Haaren herbeigezogen. Grauslichkeiten bleiben aber großteils
ausgespart, obwohl schwarze Plastikpenisse zum Umschnallen wohl bei einigen Heterofrauen für
Stirnrunzeln sorgen dürften. Bei manchen Szenen stellt sich die Frage: Soll ich drüber lachen oder
losheulen?
Frauenpornos im Test
Die WIENERIN ging unter die Voyeure. Und liefert ein scharfes Fazit.








