Erika Lust, selbst Sexfi lmproduzentin, räumt in ihrem Buch X – Porno für Frauen (Heyne-Vlg., €
15,50) mit den fünf hartnäckigsten Klischees auf:
1. Pornos anzusehen „versaut“ und macht auf Dauer pervers.
Erika Lust sagt: Hält sich beständig, stimmt aber nicht – man wird eher fantasievoller und
mutiger beim Sex.
2. Frauen schauen keine Pornos.
Erika Lust sagt: Als in den 1990er-Jahren das Kabel- und Satellitenfernsehen Einzug hielten,
stellte man fest, dass vormittags die meisten Pornokonsumenten Hausfrauen waren. Sie nutzten die
Zeit, wenn der Mann arbeiten und die Kinder in der Schule waren. Kurz: Viele Frauen
schauen Pornos, sie gestehen es bloß nicht ein.
3. Pornos sind von Männern für Männer gemacht.
Erika Lust sagt: Dieses Klischee stimmt nicht mehr: Unabhängige Produzentinnen kämpfen dafür,
die Dinge zu ändern, und sie machen Fortschritte.
4. Pornodarstellerinnen täuschen den Orgasmus doch eh nur vor.
Erika Lust sagt: Nicht immer. Das hängt von der Frau, den Partnern und den Dreharbeiten ab.
In diesem Geschäft dürfen sich Arbeit und Vergnügen durchaus überschneiden.
5. Alle Pornodarstellerinnen sind auch Prostituierte.
Erika Lust sagt: Ganz klar falsch. Es ist eher umgekehrt: Manche Escort-Damen machen bei
Pornos mit, um mehr Kunden zu bekommen und ihren „Marktwert“ zu verbessern.
PORNO-IRRTÜMER
Erika Lust, selbst Sexfi lmproduzentin, räumt in ihrem Buch X – Porno für Frauen mit den fünf hartnäckigsten Klischees auf:
Interview
Da schau hin!
Erotikshops für Frauen
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