Sie tun nichts, liegen eigentlich nur so da und doch treiben sie uns zur Weißglut: seine achtlos in der Ecke fallengelassenen Socken. Man könnte sie - wie schon tausende Male zuvor - stillschweigend aufheben und in den Wäschekorb werfen. Doch irgendwann lässt sich der Ärger nicht mehr wegräumen. Die lästige Mücke hat sich in einen wütenden Elefanten verwandelt, der auf der Beziehung herumtrampelt, bis selbst das größte Gefühl ganz klein ist. Zum „Ich liebe ihn ..." gesellt sich plötzlich ein Aber. Und nicht selten ist es der Anfang vom Ende. Denn es knüpft Gefühle an Bedingungen. An Bedingungen, die man(n) nicht erfüllt ...
Von den Socken
Sich trennen? Wegen Socken? Eigentlich lächerlich. Schließlich ist der Partner nicht etwa fremdgegangen oder hat sich dem Kinderwunsch versperrt. Und doch: Seine kleinen Macken irritieren und verärgern - oft so sehr, dass das nächste Schnarchen, Schmatzen oder Schlampen der berühmte Tropfen sein kann, der das Fass zum Überlaufen bringt. Im Folgenden verraten wir Ihnen, wie Sie das verhindern können. Denn vor den Scheidungsrichter bringt Sie nicht das, was er tut (oder nicht tut), sondern das, was Sie daraus machen (oder eben nicht).
Beziehungssprengstoff Nr. 1: Macken sind Bomben mit Zeitzünder
„Wir haben in Studien rausgefunden, dass es meist nur Kleinigkeiten sind, an denen Beziehungen scheitern", sagt Michael Cunningham, Psychologe an der Uni von Louisville. Doch warum hat z. B. das Lesen am Klo so viel Sprengkraft? „Der eine Partner kann mit den Macken des anderen einfach nicht umgehen. Er ist dort nicht reingewachsen. Schließlich hat er sich ja mal ,in einen anderen Menschen verliebt‘." Nicht ganz gelogen. Denn in den ersten Liebesmonaten zeigt man(n) tatsächlich nur seine Schokoseiten. Und im Hormontaumel gelingt es auch noch, Macken des Liebsten „süß" zu finden oder zumindest zu übersehen. Doch ist mal der Alltag einund das wahre Ich zurückgekehrt, entwickeln sich kleine Störer oft zu großen Problemen. „Die Betroffenen wissen, dass die Socken eigentlich kein Drama sind. Doch kaum stolpern sie drüber, fallen auch schon erste Schimpfworte", so der Psychologe.
Wie Sie diesen Beziehungssprengstoff und andere Mini-Bomben entschärfen können, erfahren Sie auf Seite 2.









