Ich fühle mich verfolgt. Unlängst habe ich beim Autofahren ganz kurz nach meinem Handy gegriffen. Noch bevor ich auch nur einen Knopf drücken kann, tönt es schon von hinten: „Papa, bist du gerade nur mit einer Hand gefahren?"
Ungern, aber ehrlich antworte ich meiner viereinhalbjährigen Tochter Lucia: „Ja." Sie fragt: „Hast du das gemacht, weil du am Handy herumgedrückt hast?" Ich komme mir vor wie bei einem Verhör und gebe schließlich alles zu. Das Kind begnügt sich mit einer Verwarnung: „Mann, oh Mann! Das darfst du doch nicht tun!"
Irgendwie habe ich mir das mit der Erziehung anders vorgestellt.