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Sex auf der Weihnachtsfeier

Lilly Ann über den klassischen Ausrutscher im Advent. Auch sie hat sich auf der letzten Weihnachtsfeier flachlegen lassen - und bereut es jetzt natürlich.

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    Abgesehen vom Kater sowie dem dazugehörigen Brummschädel und den Erinnerungslücken frage ich mich am Morgen nach der Firmenweihnachtsfeier vor allem eines: Wie kann es sein, dass dieser Anlass alle Jahre wieder für manche Teilnehmer eine Art Freifahrtschein für Affären, One Night Stands und peinliche Momente ist?

    Eine aktuelle Umfrage unter 3100 Mitgliedern des Seitensprungportals „FirstAffair.de", besagt, dass es jeder Dritte schon einemal auf einer Weihnachtsfeierwild getrieben hat. Bei jedem Zweiten ist es nicht bei dem einen Mal geblieben - aus dem Ausrutscher unter Glühweineinfluss wurde eine handfeste Affäre oder mehr . . .

     

    Mal ehrlich: Mann arbeitet Tag für Tag mit denselben Frauen zusammen, zeigt aber kein erkennbares Interesse an ihnen - bis zur Weihnachtsfeier. Da wird dann gegraben und gebaggert, was das Zeug hält. Der Alkohol darf nicht zu kurz kommen, Hemmungen gehören schließlich weggeschwemmt. So kommt es auch, dass es einem dann wie Schuppen von den Augen fällt: die biedere Sekretärin ist in Wahrheit ja ein Sex-Vamp und gehört umgehend gevögelt.

     

    Gesagt, getan: Manager kommt der Mitarbeiterin näher, mann sucht sich mit Frau ein stilles Plätzchen abseits des Trubels und beginnt mit der doch so „verbotenen" Fummelei. Im Prinzip ist sie aber nicht verboten, viel mehr uninteressant, denn das ganze Jahr über ist von sexueller Anziehung nichts zu merken.

     

    Ich maße es mir hier aber nicht an, die angeblich stillste Zeit des Jahres mit dem Gefuchtel meines erhobenen Zeigefingers zu stören. Ganz im Gegenteil. Bei meiner letzten Firmenfeier musste auch ich einige Opfer bringen - das größte war wohl das schweineteure Neglige, das den „heißen" Fick nicht überlebt hat. Obwohl meine Erinnerung lückenhaft ist, glaube ich zu wissen, dass der Sex nur mäßig spektakulär wär. Die Räumlichkeit, nämlich mein Büro, mag reizvoll gewesen sein, der Liebhaber in Managerfunktion hielt nur leider nichts von dem, was er versprach. Der „Spaß" hat nur fünf Minuten gedauert, das peinliche Schweigen bei zukünftigen Begegnungen in der Kantine wird wohl länger währen . . .

     

    Fragen Sie mich nicht, was da (außer Alkohol) in mich gefahren ist! Ich kann mich und ähnliche Idiotinnen aber beruhigen: Sogar wenn das innerbetriebliche Fremdvögel im Advent auffliegt, ist das laut der eingangs zitierten Studie nur zwei Prozent der Menschen so peinlich, dass sie deshalb einen Wechsel ihres Arbeitsplatzes in Betracht ziehen würden.

     

    Und ein kleiner Denkanstoß zu guter Letzt: Das Christkind bringt zu meist Spannenderes als der kleine Weihnachtsmann des großen Managers. Frohes Fest!

     

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    Sabine Weiss führt als Lebensberaterin eine eigene Coachingpraxis für Liebeskummer in Wien.



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