Urban Gardening

Prinzessinnengarten

Wo heute noch Brachland zwischen den Betonwüsten ist, kann schon morgen eine blühende Oase des Miteinanders sein. Urban Gardening heißt der gar nicht mehr so junge Trend, aus dem beispielsweise der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg entstanden ist. Dessen inspirierende Geschichte gibt es nun in Buchform zum Nachlesen.

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  • Nomadisch Grün (Hg.): Prinzessinnengärten. Anders Gärtnern in der Stadt.
    Dumont

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Hätten Sie's gewusst?

  • Die Geschichte des Prinzessinnengartens ist kein Einzelfall, nahm die neue Gartenbewegung doch bereits in den 1970er Jahren in Nordamerika mit den community gardens lokaler Interessensgemeinschaften ihren Anfang. Diese waren aus Krisen und gesellschaftlichem Unbehagen entstanden und wuchsen rasch zu Orten des gemeinschaftlichen Gärtnerns an, bei denen das Miteinander im Vordergrund stand.

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    Es war eine Kubareise, die Robert Shaw zur Gründung des Gemeinschaftsgartens in Berlin-Kreuzberg veranlasste. Doch während die agricultura urbana dort aus wirtschaftlicher Not zur Deckung der Grundbedürfnissen entstanden waren, entwickelte sich der so genannte Prinzessinnengarten in Berlin zu einem Gemeinschaftsprojekt Vieler mit unterschiedlichen Ansprüchen.


    So entwickelte sich über drei Sommer ein urbaner Nutzgarten mitsamt Bar, Küche, Werkstatt und Lagerräumen. All dies ist mobil, denn der Ort wird von der Stadt gemietet und so muss das gesamte Projekt den Ansprüchen temporärer Nutzung gerecht werden. Finanziert wird der Prinzessinnengarten durch den Verkauf der Erträge, Einnahmen aus der Gastronomie sowie diverser Lehrangebote.

    „(...) der Ertrag der Prinzessinnengartens bemisst sich nicht in Tonnen, sondern daran, wie viel Gewinn an Erfahrung, Kenntnissen und sozialem Austausch die gemeinsame Arbeit im Garten möglich macht"
    Marco Clausen


    Was als Sehnsucht nach dem Land in der Stadt begann, ist mittlerweile zu einem gemeinschaftlichen Projekt angewachsen, für dessen unterschiedliche sozialen, bildenden und wirtschaftlichen Projekte das gemeinnützige GmbH-Unternehmen Nomadisch Grün gegründet wurde. Das zentrales Anliegen: Den Garten zu einem Objekt des Lernens zu machen.


    Buchtipp

    Wie es den Initiatoren und Mitwirkenden von der Planung bis zum heutigen Status Quo des Prinzessinnengarten ergangen ist, kann man ausführlich in dem gleichnamigen Buch, erschienen bei Dumont, nachlesen. Dieses versteht sich jedoch nicht nur als reine Projektretrospektive, sondern bietet anhand von Praxiserfahrungen wertvolle Tipps für die Umsetzung eigener urban gardening-Projekte. Diese reichen von einem Gartenkalender über Anleitungen für mobile Beete und ähnlichem bis zu Rezepten, bei denen die selbstgezüchteten Pflanzen Verwendung finden.


    Ein rundum inspirierendes Buch, das zeigt, dass aus der Kombination aus wenig Geld und viel Gemeinschaft Großes wachsen kann.

     

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    Katharina Lapin ist Gartenplanerin >> Green Rabbit Gartenplanung und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Botanik der Universität für Bodenkultur in Wien.


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